Mehrfach berichtet wurde in den letzten Tagen beispielsweise hier, hier oder hier über den Kampf der Stadt Delmenhorst gegen den Verkauf eines Stadtzentralen Hotels an einen Rechtsradikalen.
Die Anwohner versuchen seit einigen Tagen, nicht nur dagegen zu demonstrieren, sondern auch Geld zu sammeln, um das Hotel selbst zu kaufen. DIE ZEIT schreibt in der aktuellen Ausgabe darüber und berichtet über die Beweggründe der Delmenhorster:
Doch der Kampf gegen die Neonazis ist in Delmenhorst längst nicht mehr nur Sache der Linken. Eine NPD-Schulungsstätte, so fürchten die Bewohner, würde die Grundstückspreise in den Keller sausen lassen und einen Reisetourismus von Autonomen und rechten Blöcken nach sich ziehen. “Wenn hier NPD-Tagungen stattfinden, können wir freitags die Geschäfte vernageln”, befürchtet Edith Belz. [...]
abgetippt aus: “Kaufen gegen rechts” in DIE ZEIT Nr. 34 vom 17. August 2006, Länderspiegel, Seite 9,
Hervorhebungen durch den Blog-Autoren
Der Zweck heiligt ja oft die Mittel, aber das finde ich doch ein bisschen schwach. Natürlich hätte so ein Schulungszentrum der rechten Szene auch Auswirkungen auf Wirtschaft und soziales Leben. Aber mir fehlt hinter dem Widerstand der Hintergrund. Rechtes Gedankengut ist schlichtweg falsch. Rechte Gedankenträger haben in diesem Land nichts verloren.
Darum sollte es gehen.
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Tja – aber leider geht es um Idealismus immer seltener. Nicht lang nach dem 11. September 2001 hat Goerge W. Bush in einer öffentlichen Ansprache gesagt (nicht wortegetreu), dass es schlimm wäre, dass die Leute nicht in Ruhe einkaufen gehen können.
Da weiß man schon, wohin die Reise leider schon längst gegangen ist …
Na, der GWB… der ist aber auch ne Hohlschnitte vor dem Herrn!
Verzeihung.
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