Kundenabschreckung leicht gemacht, Teil 3

1. August 2007 · 4 comments

in Aus dem Leben

Am Mittag des Donnerstags der letzten Woche bin ich, nach dem zweiten geplatzten Technikertermin, erneut im T-Punkt gewesen, um die Beraterin auf ihr Versprechen hinzuweisen, dass mein Termin auf jeden Fall stattfindet.

Natürlich traf ich sie nicht an, sondern “nur” Beraterin #2. Ich schilderte ihr, was in den letzten Tagen gewesen war und bat sie um Klärung.

Nach einigen Minuten, während derer sie offensichtlich telefoniert hatte, erschien sie wieder. Der Techniker sei gestern vor Ort gewesen, habe mich aber nicht angetroffen. Wir müssten also einen neuen Termin vereinbaren. Sie hätte schon geschaut und könne mir “kommenden Dienstag” (also gestern) anbieten.

Dieses Mal bin ich tatsächlich geplatzt. Ich sagte ihr, dass ich erwarte, dass der Termin noch bis Ende der (letzten) Woche stattfindet und dass am Tag zuvor ganz sicher niemand bei mir geklingelt habe, denn ich war die ganze Zeit zu Hause. Ein Benachrichtigungsschein sei auch nicht im Briefkasten gewesen. Was tat sie? Das, was im T-Punkt offenbar alle sehr gut können: mit den Schultern zucken. Hervorragend!

Nach einem großen Aufreger meinerseits bin ich im Gespräch mit den Worten “Dann muss ich wohl zu einem anderen Anbieter gehen” aus dem Laden. Während meines Abkühlungsversuches überlegte ich, ob ein Wechsel noch Sinn macht oder ob ich es nicht doch noch in einem anderen T-Punkt in der Stadt versuchen sollte. Das tat ich dann auch.

Nach geschätzten 45 Minuten des Wartens geriet ich an eine Mitarbeiterin, die sich -nach meinen Klagen- tatsächlich mal um meine Angelegenheiten kümmerte. Auch sie telefonierte kurz im Versuch, mir noch einen schnellen Termin anbieten zu können, was aber leider nicht möglich war. Sie kümmerte sich darum, den genauen Zeitpunkt des 3. Technikertermins gestern zu erfahren, so dass ich nicht erneut vier oder fünf Stunden zu Hause warten müsste. Den Termin bestätigte sie mir sogar schriftlich.

Am vergangenen Samstag erhielt ich ein neues Schreiben der Telekom, in dem mir der Termin bestätigt wurde. Gleichzeitig wurde aber auch meine Bestellung einer ISDN-Dose bestätigt. Die hatte ich aber nie aufgegeben, wofür auch bei einem analogen Telefon. Also: erneuter Besuch im T-Punkt. Dort wurde mir bestätigt, dass ich auch weiterhin einen analogen Anschluss bekommen werde, aber nirgends eine Bestellung meinerseits vermerkt sei.
Wieder zu Hause lag ein DHL-Abholschein im Briefkasten, den ich vorgestern gegen eine verpackte ISDN-Anschlussdose tauschen durfte. Immerhin wurde mir das Teil nicht in Rechnung gestellt.

Es folgte ein weiterer Anruf bei der Kunden-Hotline. Beim Aufruf meiner Daten erschrak der Agent:

Na, bei Ihnen ist aber schon so einiges schief gegangen…

Ja? War mir noch gar nicht aufgefallen…

Aber auch er konnte nicht erkennen, wann und wo ich eine ISDN-Anschlussdose bestellt haben sollte und wofür die sein könnte.

Ich beginne mich langsam wirklich zu fragen, ob in dem Laden aber auch nur eine/r Ahnung von dem hat, was er/ sie tut.

Um die Geschichte zu einem (vorläufigen) Ende zu bringen: gestern Morgen war tatsächlich und endlich ein Techniker da, der meinen Telefonanschluss auch endlich freischaltete. Wahnsinn. Er bestätigte mir im Übrigen, nur einmal (!) vergeblich bei mir geklingelt zu haben – an jenem Donnerstags-Termin, den ich verlegt haben wollte. Mit anderen Worten: im T-Punkt wird man als Kunde also glatt angelogen. Ganz großes Tennis!

Gestern ging entsprechend ein dreiseitiges Schreiben von mir an die Telekom raus mit der Bitte um Stellungnahme. Ich bin gespannt…

Besonders lustig aber fand ich das Schreiben, das mir die Telekom gestern zustellte. In diesem Schreiben, datiert auf den 22. Juli, bestätigte man mir meine Bestellung vom 22. Juni. Darübr hinaus freue man sich, dass ich mir am Donnerstag, 19. Jul Zeit nähme für den Techniker, der in meinen Räumen den Anschluss freischalten müsse.

Kurz atmen.

Ein Bestätigungsschreiben am 31. Juli für einen Termin am 19. Juli… Wow…

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Tom August 2, 2007 um 12:48

Einfach nur Wahnsinn wie weit Unfähigkeit reichen kann. Deine Geduld in Ehren. Bin gespannt, ob und wie die T-Com auf deinen Brief reagiert.

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Burkhard August 3, 2007 um 22:08

Jaja, die Telekom… Ich wurde von denen auch schonmal ins Warteschleifen-Nirvana geschickt, als es Probleme mit dem DSL gab… Ich habe den Lautsprecher angemacht und während der Wartezeit Wäsche gemacht, ferngeschaut, etc… Nach 90 Minuten habe ich dann aufgelegt.

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Stefan August 6, 2007 um 10:46

Wenn in der Zeit hübsche Musik liefe, hätte man ja noch was davon. Aber dieser Telekom-Claim da nervt ja doch gewaltig auf Dauer!

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