Eurovision Song Contest – was war, was wird

25. Mai 2008 · 2 comments

in Medien

Eigentlich hatte ich den Eurovision Song Contest in diesem Jahr nicht gucken wollen – zuviel Mist hatte ich bei der Sichtung der Musikvideos der Teilnehmer schon gesichtet. Dann habe ich es doch getan und mich gestern Abend vor den Fernseher gesetzt.

Ich war erstaunt darüber, wieviele (nach meinem Geschmack) gute Lieder es dann doch ins Finale geschafft haben: das schwedische Alien, das man sich zwar nicht anschauen, ihm aber gut zuhören konnte; die englische Soulnummer war auch ganz nett; und die Ukraine zeigte sich wie im letzten Jahr betont tanzlastig (wenn auch nicht ganz so beatlastig wie die Euroband aus Island). Völlig unverständlich ist für mich das gute Abschneiden Griechenlands – ich fand die Nummer billig und absolut langweilig.

Eine wirklich grauenvolle Vorstellung abgegeben haben dagegen die No Angels mit ihrem “Disappear”, das ich als iTunes-Download bislang immer ganz nett fand. Ihre Vorstellung gestern Abend war dagegen in jeder Hinsicht dünn, die Tonlage mindestens eines der Angels im Refrain verdammt weit daneben (im Video etwa ab 0:40).
Dass wir auf dem letzten Platz gelandet sind, erscheint mir also leider mehr als verdient.

Und was lernen wir daraus für den Eurovision Song Contest 2009? Sollten wir wieder teilnehmen wollen, dann sollte uns Deutschen etwas originelleres einfallen als in den letzten Jahren: mehr Choreographie, weniger Windkanal. Russland hat, dieses Jahr erfolgreich, gezeigt, wieviel Anstrengung es für den Sieg bedarf.
Ich persönlich möchte mir aber gern die weitere Blamage ersparen und Deutschland nicht mehr mit dünnen Stimmchen vertreten sehen, die nicht gegen die Musik ansingen können. Mindestvoraussetzung ist, auch live jeden Ton treffen zu können!

Die Mär von der Ostblock-Voting-Geschichte wird auch dieses Jahr wieder bei Stefan Niggemeyer widerlegt (insbesondere was das deutsche Abschneiden anbelangt). Offenbar wollen wir auch gar nicht erst in die Nähe des Sieges kommen.

Zum Schluss mein Favorit:
Ani Lorak (Ukraine) – Shady lady

Mehr dazu unter anderem noch hier:

Coffee And TV, NDR und DWDL.de

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1 Zoe zum Thema ESC 26. Mai 2008 um 02:44

Natürlich sollen wir wieder antreten, aber die ARD soll mal wirklich schauen, wer so singen kann in deutschland und wer dazu auch eine gute Livepräsenz hat. Da gibt es schon so ein Paar Bands, die mir spontan einfallen….

heute ist nicht aller Tage. Wir kommen wieder- keine Frage

Antworten

2 MarkIsen 3. Juni 2008 um 08:28

Hi bei mir funktioniert das Video leider nicht richtig.
Wenn ich auf Play drücke merke ich zwar das etwas geladen wird aber das Bild bleibt schwarz.
Ich benutzte Opera.
Was muss ich tun das das Video doch noch läuft

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