
Seit nunmehr zwei Wochen habe ich die Beta-Version von Windows 7, die Microsoft zum öffentlichen Test freigegeben hatte, auf meinem PC installiert. Entgegen den Testinstallationen von Windows Vista vor über zwei Jahren habe ich dieses Mal nicht meine komplette Programmpalette installiert und mit Windows 7 durchgearbeitet.
Das hat zwei Gründe.
#1: Im Gegensatz zu damals arbeite ich heute fast durchgehend mit meinem MacBook Pro. Nur meine Finanzen bearbeite ich in Wiso Mein Geld 2009 auf dem Windows-PC, das Firmen-Mailkonto kann ich eigentlich nur im Internet Explorer vernünftig verwenden (da Exchange).
#2: Windows Vista hatte mich von der Optik und Bedienung tatsächlich vom Hocker gerissen. Ich war so begeistert, dass es mir schwerfiel, noch mit XP zu arbeiten. Diese Begeisterung empfinde ich bei Windows 7 nicht. Ist sicherlich ein Vor- und Nachteil.
Doch kommen wir zu meinen Erfahrungen, die ich mit Windows 7 gemacht habe.
Der erste Eindruck nach der Installation
Auffällig ist natürlich das neu gestaltete Startmenü, der Windows-Button mit Glow-Effekt und die neue Taskleiste, die sehr an das Mac-Dock erinnert. Die Änderungen an Startmenü und Taskleiste gehören sicherlich zu den wichtigsten Neuerungen von Windows 7, die ansonsten eher dünn gesäht sind.
Das Startmenü wurde in einigen Bereichen überarbeitet. Tippt man etwas in das Suchfeld ein, so wird nun die komplette Breite des Startmenüs zur Anzeige der Ergebnisse verwendet. Unter Vista bleiben ja rechts die Verknüpfungen stehen.
![]()
Hier fällt auch auf, dass Windows 7 die Suchergebnisse deutlich besser in Kategorien strukturiert. Das macht das Finden von Informationen, Dateien oder Programmen deutlich einfacher.
![]()
![]()
![]()
Startmenü und Taskleiste unter Windows 7
Ein netter Effekt der Taskleiste ist, dass auch die Programm-Icons beim Drüberfahren mit der Maus einen Glow-Effekt bekommen. Dieser ist je nach Farbeigenschaft des Icons unterschiedlich. Das grüne Excel-Icon beispielsweise leuchtet ebenso grün…
![]()
…wie das orange von Powerpoint orange leuchtet…
![]()
Ins Auge fällt die neue Programmfenster-Vorschau. Unter Vista sah man zwar auch den Inhalt eines Programmfensters, bei mehreren Programmfenstern zeigt die Vorschau aber natürlich nur das jeweilige Fenster, über dessen Icon man gerade in der Taskleiste fuhr.
Windows 7 zeigt dagegen nicht nur alle Programmfenster direkt gruppiert nebeneinander an, sondern auch die Vorschauen in einem Flyover:
![]()
Unter Umständen etwas verwirrend ist, dass der Internet Explorer 8 nicht nur Fenster, sondern auch Tabs als eigene Vorschau anzeigt. Der Firefox tut das im Moment (noch?) nicht.
Schön ist natürlich auch die neue Funktion, den Desktop anzuzeigen. Wollte man diesen ohne Programmfenster sehen, ließen sich dazu über das Schnellstartleisten-Symbol unter Vista nur alle Fenster in die Taskleiste minimieren.
In Windows 7 gibt es das Symbol nicht mehr in der Schnellstartleiste, sondern immer ganz rechts als zunächst etwas unscheinbares rechteckiges Symbol neben dem Systray. Sobald der Mauszeiger darüber fährt, blenden sich die Inhalte der Programmfenster aus, nur noch der Rahmen bleibt sichtbar:
![]()
Das leitet zum nächsten Punkt über: dem Windows 7-Desktop. Der folgt im zweiten Teil meines Windows 7-Durchgangs.
Verwandte Einträge:
