Guten Morgen. Daisy hat nun auch Karlsruhe erreicht, so dass hier mittlerweile doch auch ein wenig Schnee liegt. Die Hysterie um den einbrechenden Winter bleibt mir aber wenig nachvollziehbar — offenbar leben wir in einer Zeit, in der wir entweder so abgestumpft sind, dass nur noch maßlose Übertreibungen Aufmerksamkeit ziehen, oder die verbreitete Hysterie soll von anderen Themen ablenken. Wer weiß…
Ein wunderbares Beispiel der Hysterie — die Artikelüberschrift bei Spiegel Online: Winteralarm in Deutschland. Winteralarm… Erstaunlich, dass es in der Jahreszeit Winter auch noch Winter gibt!
Lokaljournalismus in Deutschlands Osten
Über Stefan Niggemeiers Blog-Eintrag bin ich auf das Blog des Riesaer Journalisten Thomas Trappe aufmerksam geworden. Dort schreibt er über den Lokaljournalismus, der in Riesa so “ein bisschen wie Kinderheim” sei, und “Geschichten aus der ostdeutschen Provinz”.
Lesenswert und erschreckend zugleich sind mir zwei Artikel über ein der NPD-nahestehendes Ehepaar aufgefallen: Die netten Schreibers in Strehla und Fürs Vaterland: Auf ein Bier mit der NPD. In den Artikeln wird sehr ersichtlich, welche Strategie die NPD in vielen Bereichen Ostdeutschlands verfolgt und wie offen man diese auch darlegt. Leider erfährt man dabei aber auch, wie gut diese Strategie -zumindest im Moment- funktioniert. Das macht nachdenklich…
An dieser Stelle sei dann auch direkt noch mal auf das Netz gegen Nazis und den Störungsmelder verwiesen.
Vorratsdatenspeicherung (VDS)
Was die Vorratsdatenspeicherung so gefährlich macht, konnte man die Tage in der Online-Version des c’t Magazin nachlesen: Alltägliche Rasterfahndung. Ein Zitat aus dem Artikel:
Auf Basis der Daten lassen sich nach Ansicht von Datenschützern Personen-, Verhaltens- und Bewegungsprofile erstellen, die Rückschlüsse auf Neigungen und Interessen geben. Diese könnten die Aussagekraft von abgehörten Inhalten sogar übertreffen. Die Verkehrsdaten spiegeln zudem das soziale Netz wider, in dem sich der Betroffene bewegt. Damit ähnelt die Vorratsdatenspeicherung der Rasterfahndung, da sie auch Unverdächtige erfasst. Die Folgen fasste der Berliner Rechtsanwalt Meinhard Starostik, der etwa 34 900 Kläger vor dem Gericht vertritt, folgendermaßen zusammen: „Ist dieser Weg einmal freigegeben, ist die gesamte Erfassung des Alltags die Folge.“
Linksammlung Nacktscanner
Ein paar nicht mehr ganz so aktuelle Links zum von mir hier immer wieder aufgegriffenen Thema, die ich beachtenswert finde:
- netzpolitik.org: “Freiheit, Freiheit über alles?” Peter Voß fragt die Schriftstellerin Juli Zeh (Video)
- netzpolitik.org: Nacktscanner
- Golem: Nacktscanner verstoßen gegen Kinderpornoverbot
- Radio Utopie: Britische Datenschützer stoppen Nacktscanner
- F!XMBR: Das falsche und fatale Argument der Nacktscanner-Gegner
- futurezone.orf.at: Nacktscanner: Schaar kritisiert Bundespolizei. Deutsche Polizei testet Scanner ohne Vorgaben der Politik
- taz: Hysterie um Röntgen-Kontrollen. Dienstwagen heißt jetzt Nacktscanner
- Kopp-Verlag: Nacktscanner: Powered by CDU, CSU und FDP
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