Get in touch:
Erste Gehversuche mit dem iPad

by Stefan on 9. Mai 2010

Nun habe also auch ich am vergangenen Freitag mein “erstes Mal” hinter mich gebracht — mit dem Apple iPad. Ein 1&1-Kollege hatte sein Gerät, das ich ein paar Minuten lang ausprobieren und testen konnte, während eines Seminars dabei. Nachdem ich vor einigen Monaten nach der Vorstellung des iPads ja bereits eine klar negative Kritik geschrieben habe, war ich sehr gespannt, ob meine Meinung sich ändern würde.

ipad_app-popularscience

Speziell an das iPad angepasste App der Zeitschrift Popular Science.
Screenshot aus Video © Apple

Zugegeben — es ist, sagen wir mal, gewagt, ein Gerät zu kritisieren, das man nur aus Videos und Berichten anderer kennt. In der Zwischenzeit habe ich, wenn auch nicht hier formuliert, bereits einen Teil meiner Kritik als unzutreffend relativiert. Das iPad ist eben kein vollwertiger Computer (will das aber auch gar nicht sein), also lässt sich das nicht kritisieren.

Wie es sich “anfühlt”

Auch wenn es “nur” zwischen 680 g (für die WiFi-Version) und 730 g (für die UMTS-Version) wiegt, fühlt sich das iPad schwerer an als ich vom Aussehen und meinen Erwartungen her gedacht hätte. Wie lange man es gut in einer Hand halten kann, ohne dass sie schnell ermüdet, kann ich nicht sagen, dafür reichte die Zeit nicht. Vermutlich ist es eine Frage der Haltung. Gleichzeitig macht es dadurch aber auch einen sehr wertigen Eindruck.

Der zunächst dick erscheinende schwarze Rand ist extrem nützlich; er sorgt dafür, dass man das iPad sehr gut in der Hand halten kann, ohne mit den Fingern den Bildschirminhalt zu verdecken.

Sehr überrascht war ich, wie gut ich direkt mit der Bildschirmtastatur klargekommen bin. Für längeres Tippen fehlt sicherlich die Rückmeldung echter Tasten; besonders im Querformat aber lässt es sich recht bequem schreiben.

Tolle Apps

Zuerst ausprobiert habe ich die Foto-App, die mich direkt fasziniert hat. Allein die Darstellung der Alben als Stapel von Fotos finde ich schon sehr schön; das Öffnen eines Albums durch Aufziehen eines Stapels mit zwei Fingern war für mich das erste richtige Highlight, auch wenn man das in Fotos oder Videos schon oft gesehen hat.
Gelungen ist natürlich auch Safari auf dem iPad. Man hat tatsächlich das Gefühl, das Web in den Händen zu halten. Das Erlebnis, ganz einfach durch das Internet zu surfen, ohne “externe Vehikel” wie eine Maus verwenden zu müssen, ist großartig und absolut nicht vergleichbar mit der “Schwester-Applikation” auf dem iPhone.

Die YouTube-App macht ebenfalls einen sehr erwachsenen Eindruck; überhaupt macht es Spaß, sich Videos auf dem iPad anzuschauen (auch wenn die Auflösung von 1024 * 768 Pixeln dafür sorgt, dass HD-Videos entweder ein schwarzer Rand oben und unten ziert oder sie seitlich beschnitten werden).

ipad_imdb-app_th

Die IMDb-App auf dem iPad

Apropos Videos:
Die IMDb-App für das iPad macht das Recherchieren von Informationen zu Filmen, Serien oder Schauspielern zur reinen Freude.

Auch die Google Maps-App sorgt dafür, dass man erstmal eine ganze Weile lang mit der Anwendung herumspielt, ohne konkret etwas zu suchen. Der riesige Screen zeigt nicht nur eine übersichtliche Kartendarstellung; auch das Hereinzoomen in die Karte ist ein Erlebnis.

Erstaunlich fand ich, wie schnell das iPad Applikationen aufruft und wie flüssig diese sich bedienen lassen — absolut kein Vergleich zum iPhone.

Eine App hat mir auf dem Gerät des Kollegen gefehlt, die ich von ihrer Umsetzung her sehr spannend finde: die iPad-App “Marvel Comics“.
[youtube yNx_XlK65k8]
YouTube-Direktlink | TapCritic

Ein vorsichtiges und erstes Fazit

Auch wenn ich das iPad nur wenige Minuten ausprobieren konnte, macht es definitiv Lust auf mehr. Die Art und Weise, die es einem bietet, mit Videos, Fotos und Web-Inhalten umzugehen, ist vielleicht nicht unbedingt revolutionär (was es aber auch gar nicht sein muss), aber mindestens hochgradig begeisternd. Sehr gespannt bin ich darauf, irgendwann noch andere Inhalte sehen zu können und zu beobachten, wie sich Magazine auf dem iPad entwickeln.

Dem Spaß gegenüber steht aber auch weiterhin die Tatsache, dass das iPad auf mich einen nicht vollständigen Eindruck macht. Zwei Dinge fehlen, die ich mir für die zweite Version dringend wünsche: eine Kamera, vor allem für Video-Telefonie, und zumindest einen SD-Slot für mehr und auswechselbaren Speicherplatz.

Mein erster Eindruck bleibt also weiterhin gemischt, wenn auch mit leicht positiven Ausschlag.

Ab morgen kann das iPad auch in Deutschland vorbestellt werden. Ob ich dabei bin? Vielleicht… Immerhin gibt Macnotes bereits eine Hilfestellung, um genügend Ausreden für den Kauf zu finden, falls ich die benötigen sollte.

Weitere Informationen und Tests:

siehe auch hier im Blog: Was die Presse sagt… zum iPad

Leave a Comment

Previous post:

Next post: